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SOLI DEO GLORIA

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Dreikönigskirche Frankfurt am MainMozart: Requiem 
Händel: Funeral Anthem for Queen Caroline

Traditionell zu Palmarum führte der Kurt-Thomas-Kammerchor ein Passions-Chorkonzert auf.

Zu Palmarum 2026, kam das REQUIEM in d-moll (KV 626) des Musikgenies Wolfgang Amadeus MOZART (1756-1791) zur Aufführung.

Dem Werk kommt aufgrund der besonderen Umstände seiner Entstehung eine herausgehobene Stellung im Gesamtschaffen des Komponisten zu. Ein "anonymer Bote" überbrachte Mozart bekanntlich den Auftrag zur Komposition einer Totenmesse, die Mozart erst wenige Wochen vor seinem eigenen Tod zu komponieren begann und als sein letztes Werk nicht vollenden konnte. Das Requiem blieb tragischerweise ein Fragment, da Krankheit und der viel zu frühe Tod seinem Schöpfer Mozart buchstäblich die Feder aus der Hand nahmen. Die letzten Tage seines Krankenlagers ermöglichten ihm lediglich noch, seinen Schüler Franz Xaver Süßmayr mit Hinweisen für die noch nicht vollendeten Teile auszustatten und Ideen zu skizzieren, der das Werk nach Mozarts Tod entsprechend fertigstellte. Die musikalische Substanz des Requiems wurde jedoch eindeutig von Mozart definiert.

Mozarts Requiem stellt musikgeschichtlich eine überwältigende Synthese dar, die an Bach und Händel sowie an alte a-cappella-Polyphonie erinnert und Ausdruck der universalen Musiksprache der Wiener Klassik ist. Der tiefgreifende Kontrast aus durchaus persönlicher Todesangst und Erlösungshoffnung behält auch für den Zuhörer seine große emotionale und erschütternde Wirkung. Die unverwechselbare musikalische Darstellung des lateinischen Messtextes macht Mozarts Requiem immer wieder zu einem beeindruckenden Hörerlebnis.

Darüber hinaus erklang zum Beginn der Karwoche das Funeral Anthem for Queen Caroline (HWV 264) von Georg Friedrich HÄNDEL (1685-1759), eine Beerdigungshymne für Königin Caroline, die Händel für seine große Förderin komponiert hatte und 1737 zu deren Beerdigung in der Westminster Abbey uraufgeführt wurde.

Das Thema des Eingangschores wurde von Mozart, der als großer Verehrer von Händel galt, in seinem Requiem als Vorlage für den Requiem-Introitus aufgenommen.


Presse-Echo: Konzert in der Dreikönigskirche


Bach-Denkmal vor der Thomaskirche zu Leipzig

Monteverdi | Marienvesper 1610

Mit Monteverdis Marienvesper von 1610 erklang am 1. Advent eines der großartigsten und bedeutendsten Werke abendländischer Kirchenmusik.

Claudio Monteverdi (1567-1643), der später durch seine drei Jahrzehnte währende Tätigkeit als Kapellmeister am Markusdom in Venedig zu überregionalem Ansehen gelangte, profilierte sich schon zuvor in seiner Zeit am herzoglichen Hof in Mantua als Komponist allerersten Ranges.

In der klangberauschenden Marienvesper (Vespro della Beata Vergine) vereinte er tradierte Kompositionsformen mit dem frühbarocken Glanz italienischer Gesangskunst. Verschiedenartige Psalmvertonungen wechseln mit gregorianischen Antiphonen und virtuosen Vokalkonzerten, bevor ein außerordentlich prächtig ausgestaltetes Magnificat die Vesper beschließt.


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