Kurt-Thomas-Kammerchor Frankfurt am Main

Kurt Thomas Chamber Choir Frankfurt am Main


Johann Sebastian Bach: MESSE in h-moll, BWV 232

Zum traditionellen Oratorienkonzert am 1. Advent 2011 führte der Kurt-Thomas-Kammerchor mit namhaften Solisten (Heike Heilmann, Elvira Bill, Joachim Streckfuß, Markus Flaig) und dem Telemann-Ensemble Frankfurt unter der künstlerischen Leistung von Dreikönigskantor Andreas Köhs die MESSE in h-moll von Johann Sebastian Bach auf.

Johann Sebastian Bachs "h-moll-Messe" gilt als grandioses Monument abendländischer Musikkultur. Als Bachs einzige Vertonung des vollständigen Ordinarium Missae mit den fünf feststehenden Teilen der lateinischen Messliturgie (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei) liefert sie wie kein anderes Werk eine Zusammenfassung seiner Vokal- und Instrumentalkunst in ihrer gesamten Vielfalt. Die Reichhaltigkeit des virtuosen Musizierens und die beispiellose kompositorische Komplexität beeindrucken dabei ebenso wie die strahlende Festlichkeit der großen Rahmenchöre und die ergreifende Eindringlichkeit der klanglich eher verhaltenen Abschnitte. Die Ausarbeitung der "h-moll-Messe" hat Bach noch in seinem letzten Lebensjahr beschäftigt. Hinterlassen hat er hiermit das "wahrscheinlich größte musikalische Kunstwerk (...), das die Welt gesehen hat" (Carl Friedrich Zelter). P.K.

Sonntag, 27.11.2011, 17 Uhr, Dreikönigskirche Frankfurt am Main
Samstag, 26.11.2011, 19 Uhr, Bergkirche Niedergründau
Heike Heilmann, Sopran
Elvira Bill, Alt
Joachim Streckfuß, Tenor
Markus Flaig, Bass
Kurt-Thomas-Kammerchor
Telemann-Ensemble Frankfurt
Leitung: Andreas Köhs 

Konzert in Frankfurt am Main:
Schirmherrin Dr.h.c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

 


 

Franz Lachner: MESSE in F-Dur, op. 130

Werke von Thomas Tellis, Claudio Monteverdi, Johann Hermann Schein, Gottfried August Homilius 

Im Mittelpunkt des aktuellen a-cappella-Konzertprogrammes des Kurt-Thomas-Kammerchores unter Leitung von Dreikönigskantor Andreas Köhs stand die 1859 in München uraufgeführte 8-stimmige MESSE in F-Dur, op. 130, von Franz Lachner (1803-1890).
Der 1803 geborene Münchner Hofkapellmeister und Generalmusikdirektor Franz Lachner gehört zu den bedeutendsten süddeutschen Komponisten seiner Zeit. Als Ehrenbürger der Stadt München sorgte er nicht nur mit seinem überaus umfangreichen und erfolgreichen kompositorischen Schaffen von nahezu 200 Werken aller Gattungen, sondern auch mit herausragenden Aufführungen mit dem Münchner Hofopernorchester, der Einführung der Wiener Klassik und der Wiederaufführung der Werke Bachs und Händels für Furore. In seiner 8-stimmigen Missa in F ist die Hinwendung zu venezianischer Mehrchörigkeit und gleichzeitiger polyphoner Durchdringung charakteristisch, er selbst bezeichnete sie als sein vielleicht bestes Werk. Dennoch geriet sein kompositorisches Schaffen nach seinem Tod 1890 als nicht mehr zeitgemäß bald in Vergessenheit und fand erst etwa 100 Jahre später wieder gebührende Beachtung.
Darüber hinaus sang der Kurt-Thomas-Kammerchor Motetten von Claudio Monteverdi (1567-1643), Johann Hermann Schein (1586-1630) und Gottfried August Homilius (1714-1785).
Den Abschluss des ersten Teils des Konzertes bildete die Aufführung der Motette Spem in alium des englischen Komponisten des 16. Jahrhunderts Thomas Tallis (um 1505-1585). Die 40-stimmige Motette, die Thomas Tallis vermutlich im Jahre 1573 zum 40. Geburtstag von Queen Elisabeth I. komponierte, ist ursprünglich für jeweils fünf eigenständige Vokal-Stimmen in insgesamt acht Chören notiert und schafft insbesondere durch die räumliche Positionierung der einzelnen Chöre im Kirchenraum ein berauschendes Klangerlebnis. Die Vertonung der tiefen Hoffnung in den gnädigen Schöpfer nach dem alttestamentlichen Buch Judith stellte der Kurt-Thomas-Kammerchor nun in einer Bearbeitung für 22 Stimmen in fünf Chören von Bernhard Noll, selbst Mitglied des Kurt-Thomas-Kammerchores, vor und ermöglichte damit die sehr selten realisierbare Live-Aufführung dieses einzigartigen Vokalwerkes.

Montag, 20.06.2011, 20 Uhr, Heiliggeistkirche Frankfurt am Main
Sonntag, 19.06.2011, 18 Uhr, Dreikönigskirche Frankfurt am Main
Samstag, 18.06.2011, 17 Uhr, Benediktinerinnenabtei Kloster Engelthal Altenstadt


Kloster Engelthal a-cappella-Konzert am 18.06.2011


 

Gottfried August Homilius: JOHANNESPASSION

Namhafte Solisten: Gabriele Hierdeis und Anke Nitzl, Sopran, Anne Bierwirth, Alt, Georg Poplutz, Tenor, Christoph Kögel und Daniel Starke, Bass, führten mit der Kantorei Sachsenhausen und Gästen aus dem Kurt-Thomas-Kammerchor sowie dem Telemann-Ensemble Frankfurt unter der Leitung von Dreikönigskantor Andreas Köhs die JOHANNESPASSION von Gottfried August Homilius (1714-1785) auf.
Im erst vor wenigen Jahren wiederentdeckten, während des zweiten Weltkrieges ausgelagerten und über Jahrzehnte nicht zugänglichen Archiv der Berliner Sing-Akademie wurde neben weiteren bemerkenswerten Werken der deutschen Musikgeschichte auch die bis dahin unbekannte „Johannespassion" des Dresdner Kreuzkantors und Bach-Schülers Gottfried August Homilius (1714-1785) aufgefunden. Erst das detaillierte Studium aller Quellen konnte die vorliegende Passion zweifelsfrei dem Kreuzkantor Homilius zuordnen.
Diese Vertonung der Passion nach dem Evangelisten Johannes hatte ihren besonderen Wert in der Verbindung von traditioneller Form und frühklassischer Musik und gehört zu den letzten ihrer Art aus dem 18. Jahrhundert. Ausdrucksstark sind die vielfältigen Choreinsätze, die wie schon bei J.S. Bach als Turba-Chöre die Äußerungen der Volksmassen und verschiedenen Volksgruppen in der Passionsgeschichte übernehmen sowie die als Ruhepol fungierenden einfach strukturierten Choralsätze. In den Arien überzeugt Homilus in temperamentvollen wie auch in berückend-anmutigen Passagen mit melodischem Einfallsreichtum und klarer unspektakulärer Linienführung. Als Chorkomponist in seiner Zeit gerühmt und als großer Kirchenkomponist verehrt gilt Gottfried August Homilius als bedeutendster Komponist in der langen Reihe der Kreuzkantoren.
Mit der Frankfurter Erstaufführung der Johannes-Passion von Gottfried August Homilius konnte diese Kostbarkeit der geistlichen Chormusik in seiner hoffnungsfrohen Betrachtungsweise der Passionsgeschichte nun auch dem interessierten Konzertpublikum in Frankfurt am Main zugänglich gemacht werden. 

Sonntag, 10.04.2011, 17 Uhr, Dreikönigskirche Frankfurt am Main
Samstag, 09.04.2011, 18 Uhr, Benediktinerinnenabtei Kloster Engelthal Altenstadt
Gabriele Hierdeis, Sopran
Anke Nitzl, Sopran
Anne Bierwirth, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Christoph Kögel, Bass
Daniel Starke, Bass (Pilatus)
Kantorei Sachsenhausen
Kurt-Thomas-Kammerchor
Telemann-Ensemble Frankfurt
Leitung: Andreas Köhs  

Konzert in Frankfurt am Main:
Schirmherr: Dr. Klaus Ring, Prasident der Polytechnischen Gesellschaft Stadt Frankfurt am Main

 


 

 

 

 

 

 

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essentiell für den Betrieb der Seite, andere helfen, die Nutzererfahrung der Website zu verbessern. Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.