Chorkonzert "Laudate"
Das Konzertprogramm des aktuellen a-cappella-Chorkonzerts des Kurt-Thomas-Kammerchores unter der künstlerischen Leitung von Kantor Andreas Köhs wurde eröffnet mit der Vertonung des 98. Psalms aus den „Psalmen Davids“ (1619) von Heinrich Schütz (1585-1672) "Singet dem Herrn ein neues Lied" (SWV 35).
Der Kurt-Thomas-Kammerchor widmete sich in seinem aktuellen a-cappella-Programm erneut – wie bereits in seinen Chorkonzerten der letzten Jahre – den besonders anspruchsvollen Werken zeitgenössischer Komponisten aus Nordeuropa und erzielt mit dieser beeindruckenden Musik außergewöhnliche Klangerfahrungen.
Die 2011 als Auftragswerk und letztes groß angelegtes Chorwerk entstandene "Missa a cappella" des bedeutenden zeitgenössischen finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara (1928-2016) ist eine besondere musikalische Kostbarkeit mit reichen wie dissonanten Harmonien und ergreifenden melodischen Linien, die Rautavaaras großartiges Kompositionskönnen in allen Stilarten der Musik vereint. Diese bewegende und chorisch anspruchsvolle Messvertonung war gleichsam das Hauptwerk und der Höhepunkt des Chorkonzertes. Bereits im vergangenen Jahr führte der Kurt-Thomas-Kammerchor mit großem Erfolg das Kyrie und Gloria dieser Messvertonung auf, u.a. auf seiner Konzertreise in die Thomaskirche Leipzig und Kaufmannskirche Erfurt.
Den Instrumentalpart in der Mitte des a-cappella-Konzerts übernahm wieder Petra Köhs, die auf ihrem Barockcello Teile der "Suite für Violoncello solo G-Dur" (BWV 1007) von Johann Sebastian Bach (1685-1750) interpretierte.
Nochmals erklang Johann Sebastian Bach! Die Motette für zwei vierstimmige Chöre "Der Geist hilft unser Schwachheit auf" (BWV 226) hat Bach 1729 komponiert und zählt zu den Festmusiken zu Leipziger Universitätsfeiern. Sie basiert auf einer Bibelstelle des „Römerbriefes“, ist mit einem Luther-Choral kombiniert und endet mit dem Ausruf: "Halleluja" (Preiset den Herrn) als Ausdruck der Freude und Hoffnung!
Danach waren die drei lateinischen Motetten "Three Motets" (op. 38) des in Dublin geborenen Charles Villiers Stanford (1852-1924) zu hören, eine klangvolle Chormusik, die auch zum Repertoire vieler britischer Chöre gehört.
Nichts ist so aktuell, wie die Hoffnung auf Frieden! Das sehr anspruchsvolle a-cappella-Chorwerk "Friede auf Erden" (op. 35) schuf der österreichische Komponist der „Zweiten Wiener Schule“ und Wegbereiter der Zwölftontechnik Arnold Schönberg (1874-1951) als Vertonung des Gedichts von Conrad Ferdinand Meyer und wurde 1911 uraufgeführt. Das in Teilen 8-stimmige und ungemein eindrucksstarke Chorwerk lebt von konsonanter und überaus dissonanter Harmonik, Wechseln von Dur- und Moll-Tonalität und vertont gleichsam sehr bildhaft die Widersprüchlichkeit und den Kontrast zwischen der Verkündigung und Hoffnung auf Frieden und den tatsächlichen Kriegen auf der ganzen Welt, endet jedoch hoffnungsvoll in strahlendem D-Dur und dem Ruf: Friede auf der Erde!

Chorkonzert in der Evangelischen Kirche Friedrichsdorf-Seulberg

Chorkonzert in der Dreikönigskirche Frankfurt am Main

Chorkonzert in der Heiliggeistkirche im Dominikanerkloster Frankfurt am Main
Samstag, 26.09.2026, 17:00 Uhr
Ev.-Luth. Kirche Friedrichsdorf-Seulberg
(Alt Seulberg 27, 61381 Friedrichsdorf)
Sonntag, 27.09.2026, 17:00 Uhr
Dreikönigskirche Frankfurt am Main
Montag, 28.09.2026, 20:00 Uhr
Heiliggeistkirche im Dominikanerkloster Frankfurt am Main
CHORKONZERT "Laudate"
Einojuhani Rautavaara (1928-2016)
Missa a cappella
Heinrich Schütz (1585-1672)
Singet dem Herrn ein neues Lied | SWV 35
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Der Geist hilft unser Schwachheit auf | BWV 226
Charles Villiers Stanford (1852-1924)
Three Motets | op. 38
Arnold Schönberg (1874-1951)
Friede auf Erden | op. 35
KURT-THOMAS-KAMMERCHOR
Andreas Köhs | Leitung
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Suite für Violoncello solo G-Dur (Teile) | BWV 1007
Petra Köhs | Barockcello
Mozart: Requiem
Händel: Funeral Anthem for Queen Caroline
Traditionell zu Palmarum führte der Kurt-Thomas-Kammerchor ein Passions-Chorkonzert auf.
Zu Palmarum 2026, kam das REQUIEM in d-moll (KV 626) des Musikgenies Wolfgang Amadeus MOZART (1756-1791) zur Aufführung.
Dem Werk kommt aufgrund der besonderen Umstände seiner Entstehung eine herausgehobene Stellung im Gesamtschaffen des Komponisten zu. Ein "anonymer Bote" überbrachte Mozart bekanntlich den Auftrag zur Komposition einer Totenmesse, die Mozart erst wenige Wochen vor seinem eigenen Tod zu komponieren begann und als sein letztes Werk nicht vollenden konnte. Das Requiem blieb tragischerweise ein Fragment, da Krankheit und der viel zu frühe Tod seinem Schöpfer Mozart buchstäblich die Feder aus der Hand nahmen. Die letzten Tage seines Krankenlagers ermöglichten ihm lediglich noch, seinen Schüler Franz Xaver Süßmayr mit Hinweisen für die noch nicht vollendeten Teile auszustatten und Ideen zu skizzieren, der das Werk nach Mozarts Tod entsprechend fertigstellte. Die musikalische Substanz des Requiems wurde jedoch eindeutig von Mozart definiert.
Mozarts Requiem stellt musikgeschichtlich eine überwältigende Synthese dar, die an Bach und Händel sowie an alte a-cappella-Polyphonie erinnert und Ausdruck der universalen Musiksprache der Wiener Klassik ist. Der tiefgreifende Kontrast aus durchaus persönlicher Todesangst und Erlösungshoffnung behält auch für den Zuhörer seine große emotionale und erschütternde Wirkung. Die unverwechselbare musikalische Darstellung des lateinischen Messtextes macht Mozarts Requiem immer wieder zu einem beeindruckenden Hörerlebnis.
Darüber hinaus erklang zum Beginn der Karwoche das Funeral Anthem for Queen Caroline (HWV 264) von Georg Friedrich HÄNDEL (1685-1759), eine Beerdigungshymne für Königin Caroline, die Händel für seine große Förderin komponiert hatte und 1737 zu deren Beerdigung in der Westminster Abbey uraufgeführt wurde.
Das Thema des Eingangschores wurde von Mozart, der als großer Verehrer von Händel galt, in seinem Requiem als Vorlage für den Requiem-Introitus aufgenommen.
Presse-Echo: Konzert in der Dreikönigskirche

Chorkonzert des Kurt-Thomas-Kammerchores in der Abtei Kloster Engelthal

Chorkonzert des Kurt-Thomas-Kammerchores in der Abtei Kloster Engelthal

Chorkonzert des Kurt-Thomas-Kammerchores in der Dreikönigskirche Frankfurt

Chorkonzert des Kurt-Thomas-Kammerchores in der Dreikönigskirche Frankfurt

Chorkonzert des Kurt-Thomas-Kammerchores in der Dreikönigskirche Frankfurt
Samstag, 28.03.2026, 18:00 Uhr
Benediktinerinnenabtei Kloster Engelthal
Sonntag, 29.03.2026, 18:00 Uhr
(Palmsonntag)
Dreikönigskirche Frankfurt am Main
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
REQUIEM | KV 626
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Funeral Anthem for Queen Caroline | HWV 264
Linda Bennett | Sopran
Julia Diefenbach | Alt
Timm Schuhmacher | Tenor
Emanuel Fluck | Bass
Kurt-Thomas-Kammerchor
Telemann-Ensemble Frankfurt
Andreas Köhs | Leitung
